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Mit der Verordnung vom 24. Juli 1768 wurde in Sachsen die allgemeine Schulpflicht eingeführt. Seit dieser Zeit gibt es auch in Seifersdorf verlässliche Unterlagen über schulische Ereignisse. Die Verordnung besagt, dass alle Kinder vom fünften bis zum vierzehnten Lebensjahr das ganze hindurch (außer der Erntezeit) die Schule besuchen mussten. Die Kinder von Malter, Paulsdorf, Paulshain, Seifen und Spechtritz gingen ebenfalls in Seifersdorf zur Schule. Der Unterricht wurde vermutlich im alten Erbgericht, das heute nicht mehr steht, erteilt. Es ist aber bereits vor der allgemeinen Schulpflicht in Seifersdorf unterrichtet worden; denn aus Berichten geht hervor, dass die Kinder von Groß- Oelsa bis 1763 hier zur Schule gegangen sind. Die alte Schule wurde 1797 in der Nähe der Kirche erbaut. Knapp 100 Jahre sind hier die Schüler ein- und ausgegangen. Die spätere Schule wurde im Jahre 1884 als Zweiklassenschule eröffnet, bereits 1886 auf vier Klassen erweitert und 1907 sowie 1927 wegen steigender Schülerzahl nochmals vergrößert. Die Kinder von Malter, Paulsdorf, Berreuth und Seifen besuchten seit 1844 eine eigene Schule in Paulsdorf. Eine neue Schule wurde 1987 auf der Borlaser Strasse erbaut. Dort werden die Schüler der Klassen 1-4 unterrichtet. Seit 2005 befindet sich auch der Kindergarten im Gebäude der Grundschule. Die Schüler der 5.-10. Klasse gehen nach Dippoldiswalde in die Mittelschule bzw. auf das dortige Gymnasium.
Quelle: Unser Heimatdorf - Broschüre zur 700 Jahrfeier Seifersdorf
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