| Bau der Talsperre |
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Südöstlich wird das Territorium von Seifersdorf durch die Ufer der Talsperre Malter begrenzt; dadurch ist der Ort Anlieger des herrlich gelegenen Wasserreservois im Tal der Roten Weißeritz. Die Vorgeschichte des Talsperrenbaues reicht bis zum Jahre 1864 zurück. Infolge der Auswirkungen der außerordentlich trockenen Jahre 1862/63 richtete die Besitzer der an der Roten und vereinigten Weißeritz gelegenen Triebwerke von Dippoldiswalde und dem Plauenschen Grund ein Gesuch an das Königliche Finanzministerium, in dem um die Errichtung von Sammelteichen gebeten wurde. Von einschneidender Bedeutung zur Unterstützung des Talsperrenbaues waren die zunehmende Verschmutzung der Weißeritz durch Haushalt-, Gewerbe- und Industrieabwässer sowie die verheerende Hochwasserkatastrophe im Juli des Jahres 1897, deren materieller Schaden- außer dem nicht messbaren Unheil- etwa 6 Millionen Mark betrug. Aufgrund dieser Tatsachen wurde nach umfangreicheren technischen und wirtschaftlichen Vorbereitungen im Jahre 1908 mit den Bauarbeiten für die Talsperre Malter begonnen. Bevor die Sperrmauer errichtet werden konnte, musste ein 200 m langer Umlaufstollen durch sehr dichten Biotitgneis getrieben werden. Weiterhin machte sich die Verlegung der Eisenbahntrasse zwischen Spechtritz und der Vorsperre bei Dippoldiswalde erforderlich. Unsere jetzige n Bahnhofsgebäude wurden 1908/1910 errichtet. Die vorherigen Bahnanlagen befanden sich unterhalb der heutigen Gaststätte ,,Zum Weißeritztal" . Die alte Bahnstrecke verlief dort, wo sich heute im Tal neben der Roten Weißeritz ein schöner Wanderweg anbietet. Der Grundstein zum Baubeginn der Staumauer wurde am 28. September 1911 gelegt, und Mitte September 1913 war das Werk vollendet. Bis zu 1 000 Arbeitskräfte mehrere Nationen arbeiteten unter harten Bedingungen auf den verschiedenen Baustellen.
Quelle: Unser Heimatdorf - Broschüre zur 700 Jahrfeier Seifersdorf |
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