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Alte Straßen und Wege um Seifersdorf PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ortswegewart Maik Baumgart   

 

Auf der folgenden Karte sind folgende alte Wege und Straßen rund um Seifersdorf eingezeichnet:

 

  • Kleine Straße nach Dresden
  • Alte Meißner Straße
  • Alte Spechtritzer Straße/ Leichenweg 
  • Spechtritzer Straße 
  • Kirchwege
  • Kirchsteig

 

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Die Kleine Straße

Von der Kreuzung der B170 in Possendorf verläuft über Wilmsdorf, Börnchen, Großoelsa, Seifersdorf, Höckendorf, Beerwalde, Pretzschendorf, Oberbobritzsch, Lichtenstein nach Marienberg dieser Nebenverbindungsweg von der Poststraße nach Dresden. Bei Lichtenstein heißt sie auch die Mittelgebirgsstraße. Auf alten Karten wird sie als eine wichtige Straße eingezeichnet.

Zwischen Höckendorf und Seifersdorf kann sie bis heute befahren werden. Das Teilstück Seifersdorf-Oelsa wurde umgeackert. Der Rest des Weges nach Possendorf kann bewandert oder befahren werden.

Entlang der Straße findet man steinerne Wegweiser vor,  wie den  bei Borlas, den in Seifersdorf von 1836 und den in Oelsa . Die Betsäule auch Martersäule genannt bei Neuoelsa, errinert an einen an dieser Stelle gestorbenen Wandersmann auf der einst vorbeiführenden Straße. 

Auf Teilstücken der Kleinen Straße verlief die schon in früheren Jahrhunderten an großer Bedeutung für die Wirtschaft verlaufende Salzstraße ( von Halle über das Ezgenbirge / Seifersdorf/ Oelsa / Quohren .. über Pirna und weiter.


Die Kleine Straße bei Seifersdorf                       Die Martersäule bei Neuoelsa

 

 


 

Die Alte Meißner Straße

Die Alte Meißner Straße ist teilweise auch heute noch eine Straße die auch so noch benannt wird. Ihr Verlauf beginnt von der Butterstraße an den Lübauer Büchschen nahe der Viehweghöhe. In Borlas überquert sie im Niederdorf den Borlasbach mit der Borlasbachbrücke zur Straße nach Spechtritz. Kurz danach geht sie steil den Berg hinauf durch Wälder und nach Seifersdorf durch den Ort wo auch ein Steinerner Wegweiser stand. Das Teilstück der Straße von Seifersdorf in Richtung Paulsdorfer/ Seifersdorfer Straße wurde von der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft eingeackert. Die Bedeutung dieser schon im 18. Jahrhundert erwähnten Straße ist als Verbindungsweg zwischen der Butterstraße, auf der die Butter wie auch Holz und Flachs, Leinöl und Leinwand aus dem Erzgebirge nach Dresden transportiert wurden und der Amtshauptstadt Dippoldiswalde über Malter. Im 18 Jahrhundert wird sie noch als das „Stresgen“ geschrieben, der heutige Name stammt aus dem 19. Jahrhundert. Auf der heutigen Straße nach Paulsdorf endete sie.

 

 

Die alte Meißner Straße bei Seifersdorf              Die alte Meißner Straße an der Butterstraße

 


Die Alte Spechtritzer Straße / Leichenweg

Die Alte Spechtritzer Straße ist der alte Verbindungsweg zwischen den Ortschaften Spechtritz und Seifersdorf. Im 18. Jahruhndert wird sie als Leichenweg benannt. Was davon kommt, dass auf diesen Weg die Leichen aus Spechtritz nach Seifersdorf zur Kirche gebracht wurden. Im 19. Jahrhundert wird sie als alte Spechtritzer Straße benannt. Sie war in früheren Zeiten die einzige Verbindung nach Spechtritz. Noch heute findet man sie bis auf die Brücke im Lange Grund  vor.

 

 

Die Spechtritzer Straße

Nach Anstreben der Spechtritzer Bürger auf eine kürzere Verbindung nach Seifersdorf wurde von der Mündung der Alten Spechtritzer Straße bei Spechtritz bis zur alten Meißner Straße ein neuer Weg um das Jahr 1839 gebaut. Noch heute kann dieser begangen werden.

 

 

 


Die Kirchwege

Mit den Bau einer Kirche in Seifersdorf  wurden auch die Ortschaften Malter, Paulsdorf, Paulshain, Seifen, Spechtritz und Großoelßa eingepfarrt. Damit diese eine Verbindung nach Seifersdorf haten, wurden zu diesen Kirchwege angelegt.  Der Kirchweg nach Paulshain verläuft durch die Paulsdorfer Heide, der nach Paulsdorf durch den Ort Seifen, beide sind vollständig erhalten. Der Kirchweg nach Malter verlief vom Paulsdorfer Kirchweg und dient heute auf einem Teilstück der Straßenverbindung von der Talsperre nach Seifersdorf und endet am Strandbad Seifersdorf, Der Rest des Weges wurde durch den Bau der Talsperre überflutet. Nach Großoelsa gab es keinen Kirchweg da dieser mit der Kleinen Straße an der Martersäule vorbei verlief. Noch im 18. Jahrhudnert werden die Kirchwege als Leichenwege benannt.

 

Der Paulsdorfer Kirchweg                                          Der Kirchweg nach Malter am Strandbad

 

Der Paulshainer Kirchweg in der Paulsdorfer Heide

 


Der Kirchsteig

Damit die Spechtritzer Bürger nicht mehr Umwege zur Seifersdorfer Kirche in kauf nehmen mussten, wurde Quer über die Felder von der Mündung der Spechtritzer Straße bei Spechtritz bis zum Friedhof nach Seifersdorf im 18. Jahrhundert ein neuer Weg angelegt. Heute ist dieser leider durch umackern der Leistung Produktionsgenossenschaft verschwunden.


Quellen: Die Chroniken von Somsdorf , Spechtritz und Seifersdorf , Landkarten von 1771 und 1920

Fotos: Maik Baumgart

 


 
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